Radio LRdR un bol d'air
Dunkle Synthie-Spuren eröffnen die neueste Single von The Grab Society. Man ahnt somit schnell, dass es um ein schwer(gewichtig)es Thema gehen könnte. Prompt packen die beschreibenden bis anklagenden Worte von Ulf Müller den Hörer im Nacken und zwingen den Blick auf die Abgestumpftheit und Gleichgültigkeit der Gesellschaft angesichts von Ungerechtigkeit und sozialen Missständen. Der Zeigefinger deutet dabei ganz bewusst auf das Individuum, welches konkret angesprochen werden soll. Im durch Manfred Thomaser vorgetragenen Refrain wird der lyrischen Schärfe durch schöne Melodieführung gekonnt ein Kontrast entgegengestellt. Hier entfaltet sich eine typische 80er Jahre Melodie und vereint sich mit einem Basslauf, der auch dem 90er Eurodance entstammen könnte. Es ist dem Duo einmal mehr gelungen, Anspruch und Eingängigkeit miteinander zu verknüpfen. Das erzeugt Reibung und Aufmerksamkeit, ohne dabei die angenehmen Unterhaltungseffekte außen vor zu lassen
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